StartAktuellWahlprogramm

Wahlprogramm

Energie

In der EU gibt es ca. 7.500 Biogasanlagen, davon etwa 6.200 in Deutschland.
Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Abkehr vom Atomstrom.
Allerdings hat die Medaille, wie immer im Leben, zwei Seiten.
Flächen für Lebensmittelerzeugung stehen dieser nicht mehr zur Verfügung,
ständiger Maisanbau wird Flächen nachhaltig schädigen.
Für unsere Samtgemeinde heißt das, dass wir keine weiteren gewerblichen
Anlagen zulassen dürfen.
Der Ausbau der Fotovoltaikanlagen wird weiter voranschreiten, es gibt gerade im ländlichen Bereich noch viele, ungenutzte Dachflächen.

Eine Ausweitung des bestehenden Windparks in Richtung Grenze zu NRW ist
zu untersuchen. Dieser Bereich wurde bereits damals beleuchtet, naturschutzrechtliche Bedenken führten zur Veränderung des Standortes. So eine Feststellung kann nicht für die Ewigkeit zementiert sein.

In der nahen Zukunft werden wir in unserer Republik immer mehr auf dezentrale
Energieerzeugung zurückgreifen.
Über große Kraftwerke gilt es sicherlich, die Grundlasten abzusichern, aber viele kleine
Stromerzeuger werden die restliche Energie erzeugen.
Über Vernetzung und Kopplung von Energiequellen wie Biogasanlagen, Blockheizkraftwerke pp. wird elektrische Energie auch ohne Atomkraftwerke bezahlbar zur Verfügung stehen.
 

Schule

Es ist egal, was für ein Name vor der Schule steht, Gesamtschule, Oberschule,
Real / Hauptschule oder Grundschule.
Wichtig ist, dass dort gute Bildung für unsere Kinder angeboten wird. Schüler, Lehrer und Eltern habe die Nase voll von vollmundig angekündigten Reformen. Es muß wieder
Ruhe in die Schullandschaft einkehren, damit sich alle Beteiligten auf die wesentlichen Inhalte konzentrieren können.


Ob die Oberschule alle Probleme löst, wird sich zeigen.
Ein Ganztagsangebot für alle Schulen muss her.
Eine sinnvolle, pädagogische Betreuung ist wichtiger denn je.

Schließlich ist Bildung der beste Schutz vor Armut und sozialem Elend.
Unser wichtigster „Bodenschatz“ ist Bildung und unser know how.
Dafür lohnt es sich, zu investieren.
 

Freizeitbad


Über unsere Samtgemeindegrenzen hinaus genießt unser Bad einen sehr guten Ruf.
Die Besucherzahlen sind stabil, es ist ein wesentlicher Bestandteil des touristischen Angebots.
In den vergangenen Jahren mussten etliche Sanierungsmaßnahmen dafür Sorge tragen,
dass der Gast sich dort weiter wohl fühlen kann.
Trotz der entstandenen Kosten ist eine Weiterentwicklung nötig.
Das Heizungssystem ist überaltert, Erneuerungsmaßnahmen führen zu Energieeinsparungen.
Hier sind zeitnah Lösungen zu erarbeiten.
Erweiterungen im attraktiven Außenbereich, im Bereich Sauna, müssen in Angriff genommen
werden.

Wir können und wollen in dieser Samtgemeinde nicht auf das Freizeitbad
verzichten.
 

380 KV Leitung

Eine für die Betroffenen z. Z. unübersichtliche Situation, Spekulationen
schießen ins Kraut, der Netzbetreiber plant, Ausweichtrassen werden
diskutiert, keiner weiß, was nun wirklich kommt.

Es ist schon ein Skandal, dass in Hannover und getrennt davon in Detmold jeweils ein Planfeststellungsverfahren läuft, wir sind zwar eine föderalistische Republik aber dennoch
Nachbarn.
Für uns gibt es nur die Lösung:
Die bisherige Trasse durch das Naturschutzgebiet Ochsenmoor wurde bei der Einrichtung des FFH-Gebietes nie erwähnt, auch nicht negativ.
Daher stehen wir für den Verbleib der Trasse wie bisher.
Dort, wo Wohnbebauung unmittelbar betroffen ist, muss erdverkabelt werden.

Nur so können unsere Bürger vor den negativen Auswirkungen geschützt werden.
 

Tourismus / Dümmersanierung

Ein Wirtschaftszweig von großer Bedeutung, den es gilt, weiter zu unterstützen und zu
entwickeln.
Der Dümmer ist in der Region ein herausragendes Freizeitziel, wir setzen alles daran,
dass die begonnene Sanierung des Sees vorangetrieben wird.
Für dieses Ziel sind mittlerweile 50 Mio. € investiert worden, nur darf man jetzt auf halber
Strecke nicht aufgeben, das wäre nicht nachhaltig.
Nach der Bornbachumleitung haben wir deutlich feststellen müssen, dass zur Reduzierung der
Nährstofffracht das Schilfpolder kommen muss.
Langfristig muss ein Umdenken in der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen
am Lauf der Hunte stattfinden, aufgrund des hohen Flächendrucks ( z. B. durch Bio-Gasanlagen ) ist hier zunächst kaum mit Erfolgen zu rechnen.
Lt. EU-Wasserrahmenrichtlinie, die für Land und Bund verbindlich ist, muss das Wasser im See bis 2015 schwach polytrop sein, Eile ist geboten.

Nur so werden wir die Algenblüte nachhaltig verhindern können.

Wir haben in den letzten Jahren im Tourismus deutlich zugelegt, jetzt ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, über neue Projekte nachzudenken und sie auch zu realisieren.
Als Anschub muss aus dem Haushalt der Samtgemeinde Geld erwirtschaftet werden, um
hier weiter voran zu kommen.
Stillstand ist Rückschritt.
 

Kinderbetreuung

Die Samtgemeinde ist gesetzlich verpflichtet, bis 2013 eine Kinderkrippe einzurichten.
Die Planungen laufen, das Ziel wird nicht verfehlt.
Neben Krippe, Kindergarten und auch Hort setzen wir uns für eine Ganztagsbetreuung an den Lemförder Schulen ein.
Für uns steht hier im Vordergrund:
Krippe/Hort und Kindergarten muss für jede Familie bezahlbar bleiben, wir fordern die Sozialstaffelung der Elternbeiträge.
 

Öffentlicher Nahverkehr

Auf Kreisebene setzen wir uns dafür ein, das die Strecke Bremen Osnabrück in den
Tarif des VBN aufgenommen wird.
Stündliche Taktung nach Bremen und Osnabrück zu attraktiven Preisen.

Wir denken vor dem Hintergrund des demographischen Wandels über die Einrichtung eines Bürgerbusses in der Samtgemeinde nach. So wäre es auch für ältere Mitmenschen möglich,
auch ohne Auto mobil sein zu können.
 

Jugendarbeit

Die Arbeit der 'Jule' muss weitergehen.
Wir brauchen den Jugendbetreuer, z. Z. wird dort wertvolle Arbeit,
verzahnt mit Schule, geleistet.
Die Entwicklung in diesem Bereich bleibt immer in unserem Fokus.
 

Jung in Alt

Der Leerstand von Gebäude in unseren Dörfern nimmt zu.
Über Dorferneuerungsprogramme wurde viel Geld investiert, um diese
dörflichen Strukturen zu erhalten.
Wir wollen, dass Anreize geschaffen werden, dass junge Leute in die Möglichkeit
versetzt werden, alte Bausubstanz zu Wohnzwecken zu renovieren und zu Nutzen.
So erhalten wir unsere reizvolle Siedlungsstruktur in der Samtgeminde.
 

Radwege:

Die Samtgemeinde verfügt über ein gut ausgeschildertes Radwegenetz, das zum einen
der Sicherheit der Radfahrer dient und zum anderen attraktiv für den Erholungssuchenden
Touristen ist.
Derzeit ist nicht zu erwarten, dass ein weiterer Ausbau aus den Kassen des Landkreises oder des Landes bezuschusst wird, die Samtgemeinde liegt nicht in der Top 10 der geplanten
Maßnahmen.
Wir müssen versuchen, über intelligente Lösungen vor Ort eine Verbindung
zwischen der Samtgemeinde und den Gemeinden Rehden und Wagenfeld zu schaffen,
ein Muss für unsere Region.
 

 

 
Inhaltsübersicht Kontakt Barrierefreiheit Impressum Datenschutz